Ernährungscheck Teil 1: Low Carb

Als Auftakt meiner Beitragsreihe „Ernährungscheck“, die unterschiedliche Ernährungsweisen zur Gewichtskontrolle vergleicht, starte ich mit der klassischen Form „Low Carb“ (auch Ätkins-Diät genannt).

Ich möchte anmerken, dass ich an dieser Stelle keine Ernährungsweise empfehle oder ablehne, sondern nur die Vor- und Nachteile vorstelle und meine subjektive Meinung dazu abgebe.

Die Low-Carb-Diät

Kohlenhydrate („Carbs“) sind Dickmacher und sollten daher gemieden werden. Das ist im Grunde die Aussage der Ätkins-Diät mit dem Hintergrund, dass der Körper nach dem Kohlenhydratverzehr Insulin ausschüttet und die Fettverbrennung somit gehemmt wird. Zudem nutzt der Körper Kohlenhydrate zur Energiegewinnung. Wird die Energie jedoch in dem Moment nicht benötigt, werden die Kohlenhydrate in Fette umgewandelt und abgespeichert.
Durch das Vermeiden von Kohlenhydraten und dem erhöhten Verzehr von Fetten und Eiweiß soll der Insulinspiegel also dauerhaft niedrig gehalten und somit die Fettverbrennung angeheizt werden. Fazit: Gewichtsreduktion.

Doch klappt das in der Praxis auch so einwandfrei wie in der Theorie?

Low-Carb

Vor- und Nachteile von Low-Carb

Klarer Vorteil von Low-Carb: schnelle Gewichtsreduktion ist möglich, denn auch Heißhungerattacken wird durch die geringe Insulinausschüttung entgegengewirkt. Außerdem hat Eiweiß weniger Kalorien als Kohlenhydrate und der Körper verbraucht für die Umwandlung von Proteinen mehr Energie als bei der Verbrennung von Kohlenhydraten.

Nachteil: Auch viel Obst- und Gemüsesorten enthalten viele Kohlenhydrate (z.B. Bananen und Möhren), sodass man zugleich auch weniger Vitamine und wichtige Balaststoffe zu sich nimmt. Low-Carb kann also zu einer einseitigen Ernährung führen, die Fehl- und Mangelerscheinungen hervorrufen kann. Zudem kann durch die erhöhte Aufnahme von Fetten der Cholesterinspiegel steigen. Viele Personen fühlen sich außerdem müde und abgeschlagen.
Und nicht zu vergessen: der Jojo-Effekt! Denn wie bei vielen Diäten besteht die Gefahr, dass der Stoffwechsel heruntergefahren wird und nach Beenden der Diät der Körper bei normaler Ernährung umso schneller wieder Fett aufbaut.

Mein Fazit zur Low-Carb-Ernährung

Noch einmal zur Erinnerung: Hier geht es um meine subjektive Meinung!
Ich bevorzuge eine ausgewogene Ernährung, die dauerhaft umgestellt wird und keine Mangelerscheinungen hervorruft. Und ganz wichtig: die Kombination mit ausreichend Bewegung!
Die Muskeln brauchen daher eine gewisse Menge an Kohlenhydraten, um funktionieren zu können. Der Motor braucht schließlich Öl.
Doch einer bedachten Reduktion von Kohlenhydraten in der Nahrungsaufnahme ist nichts entgegenzusetzen, solange man sie nicht komplett vermeidet. Am besten Morgens am meisten Kohlenhydrate zu sich nehmen, damit der Körper tagsüber funktionieren und seine Grundfunktionen erfüllen kann. Danach kann man über den Tag hinweg zum Abend hin die Kohlenhydratmenge reduzieren. Zudem sollte nicht auf Obst und Gemüse verzichtet werden, sondern auf schnelle Kohlenhydrate wie Weißbrot und Hartweizen-Pasta. Greift hier lieber auf Vollkornprodukte zurück, die länger satt machen und den Insulinspiegel nicht in die Höhe schießen lassen.

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Ein Kommentar zu “Ernährungscheck Teil 1: Low Carb

  1. Hallo Dinah

    ich selbst habe mich lange Zeit Low Carb ernährt. Grundsätzlich gab es keinen Jo-Jo Effekt und keine Mangelernährung solange man nicht plant stets Ketogen zu bleiben kann man dann nämlich getrost Gemüse und Obst essen. Allerdings bin ich so wie du beschrieben hast umgestiegen. Heute esse ich morgens meistens komplexe Kohlenhydrate und Mittags nach dem Sport gegebenenfalls auch. Abends verzichte ich im Alltag immer auf Kohlenhydrate im eigentlichen Sinne. Nach langer Zeit Low Carb hat sich nämlich auch mein Hormonspiegel verschlechtert, sodass ich anschließend auch meinen Stoffwechsel kaputt gemacht habe und wieder zunahm. Das kam aber erst nach etwa 2 Jahren Low Carb. Als ich dann den TED talk von Paleo Mom gesehen habe war mir alles klar, warum mein Körper so reagiert hat ( https://www.youtube.com/watch?v=JYCXMPghgb8 ) Dein Ratschlag trifft es also genau auf den Punkt. Its about the balance ;) LG und weiter so, Lisa

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