Ernährungscheck Teil 2: Trennkost

Weiter gehts mit meinem Ernährungscheck! Diesmal erzähle ich euch etwas zu dem über 100 Jahre alten Trennkost-Prinzip.

Ich möchte anmerken, dass ich an dieser Stelle keine Ernährungsweise empfehle oder ablehne, sondern nur die Vor- und Nachteile vorstelle und meine subjektive Meinung dazu abgebe.

Trennkost – wie funktioniert es?

Das Prinzip der Trennkost ist relativ leicht erklärt, jedoch nicht so einfach umgesetzt. Es gibt im Grunde nur eine feste Regel: strikte Trennung von Eiweiß und Kohlenhydraten bei den Mahlzeiten! Man darf eiweißhaltige und kohlenhydratlastige Lebensmittel also nur getrennt voneinander verzehren und sie nicht kombinieren. Adieu liebe Spaghetti Bolognese und Bratkartoffeln mit Spinat.

Die Lebensmittel werden in 3 Gruppen unterteilt – Kohlenhydrate, Eiweiße und neutrale Lebensmittel. Während man die ersten beiden Gruppen niemals kombinieren soll, darf man die neutralen Lebensmittel zu Eiweiß und Kohlenhydraten frei kombinieren. Um den Überblick über die einzelnen Lebensmittelgruppen zu bekommen,  gibt es kostenlose Trennkost-Tabellen (klick). Zwischen dem Verzehr von Kohlenhydraten und Eiweißen sollten nach dem Trennkost-Prinzip mindestens 4 Stunden liegen.

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Wie wirkt die Trennkost?

Die Trennkost-Theorie wurde von einem amerikanischen Arzt namens Dr. Hay aufgestellt, der sie in der Verdauung der Lebensmittel begründete. Kohlenhydrate und Eiweiße können laut Hay nicht gemeinsam verdaut werden, sodass der Organismus übersäuert und dadurch Übergewicht und Diabetes entsteht. Diese Annahme konnte allerdings nicht wissenschaftlich belegt werden (im Gegenteil zeigen wissenschaftliche Untersuchungen, dass der Körper Neutralisationspuffer bei Säureüberschuss bildet).

Durch die strikte Trennung der beiden Lebensmittelgruppen soll somit der Säure-Basen-Haushalt des Körpers in Balance gehalten und somit zugleich Übergewicht und Krankheiten entgegen gewirkt werden. Das primäre Ziel der Trennkost ist aber nicht eine Gewichtsreduktion, sondern die optimale Verdauung der verzehrten Lebensmittel und somit die Vermeidung von Diabetes, Sodbrennen, Völlegefühl und und und… Die Gewichtsreduktion ist dabei ein netter Nebeneffekt.

Vor- und Nachteile der Trennkost

Klarer Vorteil: Fast alles darf gegessen werden, somit muss man auf nur wenig Lebensmittel verzichten. Diese Ernährungsform unterstützt die Verdauung und man erhält über die Nahrung genügend Vitamine und Mineralstoffe. Bei der Trennkost handelt es sich also um eine ausgewogene Ernährung.

Nachteil: Die Umsetzung fällt im Alltag nicht leicht. Ein Restaurantbesuch könnte sich als sehr kompliziert gestalten und das dauernde Nachschauen in der Tabelle ist auch nicht gerade angenehm…
Zudem wird bei dieser Ernährungsform das Kalorienkonto komplett außen vor gelassen, d.h. es können mehr Kalorien zu sich genommen werden, als der Körper eigentlich benötigt. Folge: Gewichtszunahme trotz strikter Trennkost.

Mein Fazit

Die Theorie von Dr. Hay konnte wissenschaftlich nicht bewiesen werden, sondern wurde nach heutigem Wissensstand sogar widerlegt. Somit sollte man sich nicht zu sehr auf die Aussagen der Trennkost verlassen.
Allerdings bringt diese Ernährungsform viel positives mit sich: Trennkost ist ausgewogen, steigert den Verzehr von Salaten und Obst und liefert dadurch viele Vitamine. Wenn man dabei gleichzeitig seine Mahlzeiten dem eigenen Energiebedarf anpasst, dürfte sich auch eine Gewichtsreduktion bemerkbar machen. Der Nachteil liegt bei der untauglichen Anwendung der Trennkost im Alltag. Für Schwangere und Kinder ist diese Ernährungsweise zudem nicht geeignet.

 

Quellen:
http://www.stern.de/gesundheit/ernaehrung/diaet/diaeten-im-check-das-taugt-die-trennkost-1508970.html

http://www.trennkost-24.de/index.html
http://www.trennkost-24.de/trennkost_tabelle.html

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