Kräuterkunde: Bärlauch

Bärlauch ist nicht nur lecker, sondern auch noch richtig gesund. Es gilt als Heilkraut und kann in der Küche sehr vielseitig eingesetzt werden. Vom Geschmack her ähnelt es Knoblauch, hat jedoch den Vorteil, dass der Körper nach dem Verzehr nicht den Geruch von Knoblauch ausdünstet. Im Frühling ist Bärlauch also eine tolle Alternative zu Knobi. Doch was kann das Lauchgewächs noch?

Positive Wirkung für die Gesundheit

Bärlauch kann Magenkrämpfe, Blähungen und Völlegefühl lindern und durch die enthaltenden ätherischen Öle den Appetit anregen. Die ätherischen Öle wirken zugleich antibiotisch und können Erkältungen bekämpfen. Die Bärlauchblätter enthalten Allicin, das eine antibakterielle Wirkung hat. Es tötet Bakterien ab, die unser Immunsystem angreifen. Somit eignet sich Bärlauch zur Behandlung von Erkältungen, Fieber und Husten. Zusätzlich wirkt er anregend auf den Stoffwechsel und harntreibend.

Der in Bärlauch enthaltene Schwefel in Form von Diallylsulfiden wirkt sich auch positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus. Er senkt den Blutdruck sowie den Cholesterinspiegel und verringert somit das Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt und Arteriosklerose (Arterienverkalkung).

Neben Vitamin C, das unser Immunsystem unterstützt und Krankheiten vorbeugen kann, enthält Bärlauch Eisen, Mangan und Magnesium, das vor allem für Sportler zur Stärkung der Muskeln von Bedeutung ist.

bärlauch

Einkauf, Sammeln und Verwendung in der Küche

Bärlauch wächst vorzugsweise an feuchten, dunklen Orten wie Wäldern. Beim Sammeln darf er nicht mit den giftigen Maiglöckchen-Blättern verwechselt werden. Unterscheiden lassen sich die beiden Gewächse an dem typischen Knoblauch-Geruch des Bärlauchs. Maiglöckchen riechen im Gegensatz zu dem Lauchgewächs neutral. Es herrscht der Mythos, dass auch Bärlauch giftig wird, wenn er blüht, und deswegen dann nicht mehr geernet werden sollte. Allerdings verliert er durch das Blühen nur an Aroma, kann aber trotzdem noch verzehrt werden. Empfehlenswert ist es aber, sich zwischen März und Mitte Mai auf die Suche nach Bärlauch zu machen, wenn die Blüten noch nicht erschienen sind.

Vor dem Verzehr sollte das Lauchgewächs gründlich gewaschen werden, da sich gerne kleine Insekten an den Blättern festsetzen. Auch wenn ihr den Bärlauch auf dem Markt oder im Geschäft kauft, ist ein gründliches Waschen vor der Verarbeitung empfehlenswert.

Typischerweise wird Bärlauch zu Pesto, Risotto, Kräuter-Quark oder Brotaufstrichen verarbeitet. Schaut doch mal in meinen Rezepten vorbei, da habe ich auch Bärlauch im Angebot.

Quellen:
PowerFood. Ernährungsguide und Kochbuch. Dorling Kindersley Verlag. München, 2014.
http://www.heilkraeuter.de/lexikon/baerlauc.htm
http://www.essen-und-trinken.de/baerlauch/baerlauch-gesund–lecker-1013970.html

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