Rhabarber-Geschichten

Rhabarber rhabarber. Überall rhabarbert es. Und auch in meiner Küche landet er jedes Jahr kiloweise. Rezepte gibt es in fast jeder Art und Weise. Doch was wissen wir überhaupt über Rhabarber?

Herkunft und Saison

Fast jeder kennt Rhabarber als Obst, dabei zählt es botanisch gesehen eigentlich zum Gemüse. Es ist somit also ein sehr figurfreundliches „Obst“, das von Anfang April bis Juni Saison hat. Spätestens am 24. Juni verschwindet der Rhabarber jedes Jahr von den Markständen. Die grünen, dicken Stängel haben einen angenehm säuerlichen Geschmack, während der rotfleischige Rhabarber ein süßeres und milderes Aroma besitzen. Er wächst in Omas Garten und ist in Deutschland auf jedem Markt regional zu bekommen.

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Einkauf, Lagerung und Verwendung

Beim Einkauf sollte darauf geachtet werden, dass das Gemüse keine ausgetrockneten Schnittflächen besitzt. Die Stängel sollten fest und frisch sein. In ein feuchtes Geschirrtuch gewickelt lässt sich der Rhabarber im Kühlschrank bis zu einer Woche gut lagern. Ich kaufe das gemüsige Obst immer kiloweise, schäle es und portioniere es in Stücke geschnitten in Gefrierbeutel. Im Tiefkühler wartet dann das ganze Jahr über frischer Rhabarber auf mich und Herr W. muss nie auf seinen geliebten Rhabarberkuchen verzichten.
Zubereitet wird der Rhabarber meist als Kompott, Kuchen, Torte oder auch als Kaltschale. Hervorragend schmeckt er in der Kombination mit Erdbeeren und Himbeeren sowie Milchprodukten jeder Art.

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Nährstoffe

Rhabarber enthält eine Menge Oxalsäure. Daher sind die Blätter giftig und sollten nicht verzehrt werden. In den Stängeln ist der Gehalt an Oxalsäure jedoch deutlich geringer, so dass sie für gesunde Personen völlig unbedenklich sind. Mit Milchprodukten lässt sich der Säuregehalt des Rhabarbers gut auffangen, so dass auch der Verdauungstrakt etwas entlastet wird. Rhabarber gilt nämlich als schwer verdaulich. Menschen mit Nierenleiden, Rheuma oder Gicht sollten – ebenso wie Kinder – das Gemüse mit Vorzicht und in Maßen genießen.

Der Rhabarber ist aufgrund seiner botanischen Herkunft ein extrem figurfreundliches „Obst“. Es enthält gerade einmal 13 kcal pro 100 g und so gut wie keinen Zucker. Die Asiaten setzten ihn übrigens schon vor 3000 Jahren zur Blutreinigung und Entgiftung des Körpers ein.

 

Detox-Wasser: Entgiftungskur mit Wasser

Detox-Kuren liegen voll im Trend und werden immer beliebter. Doch was steckt dahinter und was genau ist Detox-Wasser? Wirkt es wirklich oder ist das alles Mythos? Ich stelle euch heute Detox-Wasser und seine Zubereitung vor.

Detox: Entgiften und Entschlacken für den Körper

Detox-Kuren sollen der Entgiftung und Entschlackung des Körpers dienen und gibt es in verschienden Formen. Dabei sollen Giftstoffe und Stoffwechselprodukte durch Heilfasten, Schwitzkuren, Rohkost oder Trinkkuren vom Körper ausgeschieden werden. Der Körper soll von den essensreichen Wintermonaten gereinigt werden und leicht in die Sommermonate gehen. Detox-Kuren sollen neben der körperlichen Reinigung auch eine geistige und seelische Reinigung bewirken. Schlechte Essgewohnheiten werden durchbrochen und fettiges Essen gestrichen. Das wirkt sich auf die mentale und geistige Leistungsfähigkeit aus und wirkt Müdigkeit entgegen.
Die Wirkung von Detox-Kuren ist weit umstritten. Manche tun es als Trend ab, andere hingegen schwören darauf. Medizinisch konnte die Wirkung jedoch noch nicht nachgewiesen werden.

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Detox-Wasser – Wirkung und Zusammensetzung

Ein wichtiger Faktor in Detox-Kuren ist die ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Nachgewiesener Weise hält viel Trinken unseren Körper im Gleichgewicht und ist wichtig, um Giftstoffe und Stoffwechselprodukte aus unserem Körper ausspülen zu können. Im Rahmen von Detox-Kuren sollte man mindestens 2 Liter Wasser oder Kräutertee pro Tag trinken.

Detox-Wasser bieten dabei mehr als nur reines Leitungswasser. Meistens enthalten Detox-Wasser Zitrusfrüchte, Gurke und Kräuter wie Minze. Zitrusfrüchte zählen zu den basischen Lebensmitteln und helfen einem übersäuerten Körper, den Basen-Säure-Haushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Zudem enthalten sie viel Vitamin C und unterstützen das Immunsystem. Minze hilft dabei, die Verdauung anzuregen, während Gurke entzündungshemmend wirken kann.  Je nach Geschmack kann das Wasser aber auch mit Beeren, Melone oder Ingwer zubereitet werden.

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Diskussion um Detox-Kuren hin oder her: Schlichtes Trinkwasser aromatisiert mit Kräutern und (Zitrus-)Früchten kann nicht ungesund sein! Ich bin kein Freund von Extrem-Detox-Kuren, die nur aus tagelangem Hungern und Trinken bestehen. Aber in Kombination mit Bewegung und einer ausgewogenen, gesunden Ernährung bestehend aus viel Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukten kann Detox-Wasser durchaus gesundheitsfördernd sein.

Zubereitet wird das Wasser wirklich sehr einfach: Zitrusfrüchte und/oder Gurken in Scheiben schneiden, in eine Karaffe geben und mit Sprudel- oder Leitungswasser übergießen. Noch einen Spritzer Zitronensaft hinzugeben und alles mehrere Stunden ziehen lassen. Wer es noch fruchtiger mag, kann auch einige Beeren (Erdbeeren geviertelt) als Grundlage nehmen. Wer gerne Minze verwenden möchte, sollte das Kraut vorher in der Hand kurz reiben, damit sich das Aroma besser entfalten kann.

Fotos: T. Nebe

Kräuterkunde: Bärlauch

Kräuterkunde: Bärlauch

Bärlauch ist nicht nur lecker, sondern auch noch richtig gesund. Es gilt als Heilkraut und kann in der Küche sehr vielseitig eingesetzt werden. Vom Geschmack her ähnelt es Knoblauch, hat jedoch den Vorteil, dass der Körper nach dem Verzehr nicht den Geruch von Knoblauch ausdünstet. Im Frühling ist Bärlauch also eine tolle Alternative zu Knobi. Doch was kann das Lauchgewächs noch?

Positive Wirkung für die Gesundheit

Bärlauch kann Magenkrämpfe, Blähungen und Völlegefühl lindern und durch die enthaltenden ätherischen Öle den Appetit anregen. Die ätherischen Öle wirken zugleich antibiotisch und können Erkältungen bekämpfen. Die Bärlauchblätter enthalten Allicin, das eine antibakterielle Wirkung hat. Es tötet Bakterien ab, die unser Immunsystem angreifen. Somit eignet sich Bärlauch zur Behandlung von Erkältungen, Fieber und Husten. Zusätzlich wirkt er anregend auf den Stoffwechsel und harntreibend.

Der in Bärlauch enthaltene Schwefel in Form von Diallylsulfiden wirkt sich auch positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus. Er senkt den Blutdruck sowie den Cholesterinspiegel und verringert somit das Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt und Arteriosklerose (Arterienverkalkung).

Neben Vitamin C, das unser Immunsystem unterstützt und Krankheiten vorbeugen kann, enthält Bärlauch Eisen, Mangan und Magnesium, das vor allem für Sportler zur Stärkung der Muskeln von Bedeutung ist.

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Einkauf, Sammeln und Verwendung in der Küche

Bärlauch wächst vorzugsweise an feuchten, dunklen Orten wie Wäldern. Beim Sammeln darf er nicht mit den giftigen Maiglöckchen-Blättern verwechselt werden. Unterscheiden lassen sich die beiden Gewächse an dem typischen Knoblauch-Geruch des Bärlauchs. Maiglöckchen riechen im Gegensatz zu dem Lauchgewächs neutral. Es herrscht der Mythos, dass auch Bärlauch giftig wird, wenn er blüht, und deswegen dann nicht mehr geernet werden sollte. Allerdings verliert er durch das Blühen nur an Aroma, kann aber trotzdem noch verzehrt werden. Empfehlenswert ist es aber, sich zwischen März und Mitte Mai auf die Suche nach Bärlauch zu machen, wenn die Blüten noch nicht erschienen sind.

Vor dem Verzehr sollte das Lauchgewächs gründlich gewaschen werden, da sich gerne kleine Insekten an den Blättern festsetzen. Auch wenn ihr den Bärlauch auf dem Markt oder im Geschäft kauft, ist ein gründliches Waschen vor der Verarbeitung empfehlenswert.

Typischerweise wird Bärlauch zu Pesto, Risotto, Kräuter-Quark oder Brotaufstrichen verarbeitet. Schaut doch mal in meinen Rezepten vorbei, da habe ich auch Bärlauch im Angebot.

Quellen:
PowerFood. Ernährungsguide und Kochbuch. Dorling Kindersley Verlag. München, 2014.
http://www.heilkraeuter.de/lexikon/baerlauc.htm
http://www.essen-und-trinken.de/baerlauch/baerlauch-gesund–lecker-1013970.html

Zitronenfakten: Sauer macht lustig!

Sie ist gelb, sie ist klein und eine wahre Vitaminbombe: die Zitrone! Bekannt ist sie vor allem als Vitamin C-Lieferant. Doch wo kommt sie her, was kann sie noch und wie wird sie verwendet?

Herkunft der Zitrone

Die Hauptanbaugebiete der Zitrone findet man in den USA, Mexiko, Spanien und Italien. Auch Indien, die Türkei und Argentinien gelten als Produzenten der Zitrusfrucht.
Die Zitrone wächst an einer der seltenen Baumarten, die zur gleichen Zeit Blüten und Früchte tragen. Die immergrünen Zitronenbäume sehen somit wunderschön aus, sind allerdings etwas dornig. Solltet ihr also im Urlaub mal einen solchen Baum sehen und eine Zitrone naschen wollen: Passt auf eure Finger auf! ;)
Den tollen aromatischen Duft erhält die Zitrone übrigens durch ätherische Öle, die in der Schale enthalten sind. Außerdem gilt: Umso dünner die Schale, desto mehr Saft!

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Was kann die gelbe Zitrusfrucht?

Zitronen sind vor allem als Frucht mit hohem Vitamin C-Gehalt bekannt. Vitamin C ist sehr wichtig für die Stärkung unserer Immunabwehr, da es freie Radikale abfängt. Zugleich stärkt es unser Bindegewebe. Zitronen wirken zudem antibakteriell, entzündungshemmend und – liebe Frauen – sie bekämpfen Harnwegsinfektionen.

Die Zitrone enthält Hesperidin, das den Bluthochdrucksymptomen entgegenwirken kann und wichtige Balaststoffe, die den Cholesterinspiegel ausbalancieren. Auch die Eisenaufnahme von Lebensmitteln durch den Körper wird durch die Zitrone unterstützt.
Der Zitronensaft hilft verdünnt mit Wasser gegen Übelkeit, Magenbeschwerden, Sodbrennen, Bauchschmerzen und Verdauungsbeschwerden.

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Lagerung und Verwendung

Zitronen sollte man am besten in einem kühlen Raum lagern, z.B. im Keller. Dort halten sie sich mehrere Wochen, während sie bei Zimmertemperatur schneller verderben und schnell schimmeln können. Weniger als 10 Grad sollten die Zitronen jedoch nicht ausgesetzt sein.

Vor der Vewendung von Zitronen (auch wenn nur der Saft genutzt wird) sollte man sie immer gut mit heißem Wasser abspülen, da die Schale oftmals chemisch behandelt wurde. Bei Rezepten, die Zitronenschale beinhalten, bitte unbedingt auf unbedenkliche Bio-Zitronen zurückgreifen. Aber auch hier sollte vorher die Schale gründlich abgebraust werden.

In Rezepten findet man die Zitrone in allen Formen und Kategorien wieder – ob Fleisch, Fisch, Gemüse, Plätzchen, Kuchen oder Eis: der Geschmack der Zitrone gibt den Gerichten oft das gewisse Etwas!

Tipp: Wenn ihr den Zitronensaft einer Zitrone auspressen möchtet, rollt die Zitrone vorher mit leichtem Druck auf der Arbeitsplatte oder einem Brett. So gibt sie später mehr Saft ab.

 

Quellen:
PowerFood. Ernährungsguide und Kochbuch. Dorling Kindersley Verlag. München, 2014.
http://eatsmarter.de/lexikon/warenkunde/zitronen
http://www.apotheken-umschau.de/Zitrone

 

 

 

 

Ernährungscheck Teil 4: Paleo

Teil 4 meines Ernährungscheck nimmt heute Paleo – auch bekannt als „Steinzeitdiät“ – unter die Lupe!

Ich möchte anmerken, dass ich an dieser Stelle keine Ernährungsweise empfehle oder ablehne, sondern nur die Vor- und Nachteile vorstelle und meine subjektive Meinung dazu abgebe.

Paleo – leben wie in der Steinzeit?

Essen wie Steinzeitmenschen? Also so behaarte Männer, die nur im Lendenschurz herumlaufen und selbst ihr Essen -bestehend aus wilden Tieren – jagen? Das soll der Trend Paleo sein?

Natürlich nicht! Doch die Sache mit dem Fleisch ist gar nicht so verkehrt – allerdings wird es heutzutage selten selbst gejagt ;) Vereinfacht gesagt richtet sich Paleo nach der Ernährungsweise der Steinzeitmenschen. Es werden somit nur Lebensmittel verzehrt, die es auch schon damals gab und unverarbeitet gegessen werden können.

Doch ist dann nicht nur Fleisch und Fisch erlaubt, die sich die Menschen zur Steinzeit selbst gejagt und gefangen haben? Gab es damals schon gewisse Obst- und Gemüsesorten? Und was ist mit Ackerbau-Produkten und Viehzucht? Um es zu vereinfachen, stelle ich einfach mal eine kurze Übersicht auf, was nach dem Paleoprinzip gegessen und vermieden werden sollte.

Was beinhaltet die Paleo-Ernährung?

Verzehrt werden darf: Fleisch, Fisch, Nüsse und Samen, Obst (jedoch nicht alles), Gemüse, gesunde Fette und Eier.

Verzichtet wird auf: Getreide, industriell gefertigter Zucker, Milchprodukte, Hülsenfrüchte und stark verarbeitete Nahrungsmittel und Fette. Außerdem sind natürlich Zusatzmittel ein Tabu.

Die Paleo-Ernährungsweise erlaubt somit alle Lebensmittel, die es schon in vergleichbarer Weise zur Steinzeit – also zu Beginn der menschlichen Evolution – gab und unseren Körper mit reichhaltigen Nährstoffen versorgen. Dabei wird der Fokus auf nachhaltige und hohe Lebensmittelqualität gesetzt. Dieses Prinzip soll die Gesundheit nachhaltig und langfristig verbessern und die Ernährung mit unseren Genen in Einklang bringen.
Nahrungsmittel, die jedoch erst nach der Einführung von Ackerbau und Viehzucht (etwa vor 10.000 Jahren) zur Verfügung standen, sind vom Speiseplan der Paleo-Ernährung gestrichen.  Dazu gehören auch exotische und gezüchtete Obst- und Gemüsesorten, sowie Milchprodukte.

Vor- und Nachteile von Paleo

Vorteil: Der Verzicht auf Fertigprodukte, stark verarbeitete Nahrungsmittel und industriellen Zucker ist durchaus eine Wohltat für Körper, Figur und Geist. Diese Lebensmittel sind dafür bekannt, Krankheiten wie Diabetes, Fettleibigkeit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Verdauungsstörungen hervorrufen zu können. Auch das Allgemeinbefinden des Körpers soll sich durch erhöhte körperliche und geistige Energie verbessern – kein Wunder, wenn man ihm vollwertige und qualitativ hochwertige Nahrungsmittel zuführt anstatt „leeren“ Kohlenhydraten.

Nachteil: Der Verzicht auf Milchprodukte bedeutet zugleich auch der Verlust von wichtigen Mineralstoffen und Proteinen. Während Veganer das durch ähnliche Austauschprodukte ersetzen können, ist die Verwendung solcher Produkte in dem Paleo-Prinzip nicht so einfach. Gab es diese Produkte zur Steinzeit schon? Sind sie erst durch Ackerbau entstanden? Klar, auch Nüsse enthalten viel Protein und die dürfen ja bekanntlich verzehrt werden. Zugleich soll aber auf Hülsenfrüchte verzichtet werden, die auch als wichtige Nährstofflieferanten bekannt sind.
Zudem kann man den hohen Fleisch- und Fischkonsum in der Paleo-Ernährung sowohl gesundheitlich als auch ökologisch kritisieren. Auch der saisonale und regionale Einkauf von Obst und Gemüse kann sich in der Paleo-Ernährung manchmal als schwierig gestalten. Generell hat man mit erhöhten Nahrungsmittelkosten zu tun, wenn man sich streng nach der Steinzeitdiät ernährt.

Paleo – mein Fazit

Noch einmal zur Erinnerung: Hier geht es um meine subjektive Meinung!

Grundsätzlich finde ich den Ansatz von der Paleo-Ernährung gar nicht verkehrt – weniger Zucker, stark verarbeitete Lebensmittel, schlechte Fette und Zusatzstoffe. Dass sich das positiv auf Gesundheit, Figur und Geist auswirkt, glaube ich gerne. Diesen Ansatz finde ich unterstützenswert, solange er nicht im totalen Verzicht endet und flexibel im Alltag bleibt.
Allerdings finde ich die Umsetzung etwas streng – ich lebe nun nicht mehr in der Steinzeit und ich denke, dass der Mensch sich in den letzten 10.000 Jahren durchaus auch an Lebensmittel aus Ackerbau und Viehzucht gewöhnt und sich mit ihnen entwickelt hat. Sowohl Milchprodukte, als auch Getreide und Hülsenfrüchte liefern uns wichtige Nährstoffe, die der Körper braucht. Ich verstehe – und unterstütze – Veganer, die auf tierische Lebensmittel wie Milch und Eier verzichten, da sie aus Überzeugung keinerlei tierische Produkte zu sich nehmen wollen. Doch Veganer greifen dafür auf Sojaprodukte oder ähnliches zurück – welche jedoch auf dem Ackerbau und der Weiterverarbeitung der Lebensmittel basieren.

Ich sehe also die Vorteile für Körper und Geist, doch auch die Nachteile und die ökologischen Bedenken (Stichwort Überfischung, CO2-Produktion durch tierische -nennen wir es mal – „Abgase“). Paleo hat wie fast jede Ernährungsweise Vor- und Nachteile, die sich wohl ungefähr die Waagschale halten.
Für mich persönlich kommt Paleo nicht in Frage – ich bin für eine ausgewogene Ernährung, die nicht strikt Lebensmittel verbietet, sondern sie in gesunden Maßen genießen lässt. Ich respektiere aber jede Ernährungsweise und die Menschen, die sich nach ihr richten.

Ich denke, dass man auch mit einer ausgewogenen, vollwertigen Ernährung in Verbindung mit ausreichend Bewegung sehr gesund und fit durchs Leben kommt. Und das ganz ohne Verzicht. :)

 

Quellen:
http://www.paleo360.de/was-ist-paleo/
http://www.sueddeutsche.de/stil/trend-paleo-ernaehrung-steinzeit-auf-dem-teller-1.2149459
http://www.faz.net/aktuell/stil/essen-trinken/der-neue-trend-paleo-essen-wie-steinzeitmenschen-13216944.html

 

Ernährungscheck Teil 3: Low Fat

Heute gibts Teil 3 des Ernährungschecks! Diesmal erzähle ich euch etwas zu der Ernährungsweise nach dem Low Fat-Prinzip!

Ich möchte anmerken, dass ich an dieser Stelle keine Ernährungsweise empfehle oder ablehne, sondern nur die Vor- und Nachteile vorstelle und meine subjektive Meinung dazu abgebe.

Low Fat

Während es sich bei der Low-carb-Diät um eine kohlenhydratarme Ernährung handelt, spart man bei der Low Fat-Methode hingegen Fett ein. Man verzehrt also möglichst fettarme oder fettfreie Lebensmittel. Dabei gibt es zwei verschiedene Regeln – das strenge und das etwas mildere Low Fat-Prinzip. Die radikale Vorgabe der Diät besagt, dass die gesamte Nahrungszufuhr am Tag höchstens 30% Fett enthalten darf. Die etwas gelockerte Variante gibt hingegen vor, dass nur Lebensmittel mit weniger als 30% Fett verzehrt werden sollen. So oder so: es soll Fett eingespart werden.

Die Logik dahinter: Fett enthält von den drei Lebensmittelgruppen (Kohlenhydrate, Proteine und Fett) am meisten Kalorien pro Gramm – nämlich doppelt soviele! Wenn man die Fettzufuhr also verringert und beispielsweise mit Eiweiß ersetzt, reduziert sich auch automatisch das Kalorienkonto.

Vor- und Nachteile von Low Fat

Klarer Vorteil: Die Anwendung von Low Fat im Alltag fällt wahrscheinlich oftmals leichter als Low Carb. Bei den meisten Lebensmitteln ist es schnell ersichtlich, wieviel Fett sie enthalten oder es gibt gute Alternativen wie fettarme Milch statt Vollmilch. Außerdem fallen nicht wie bei der Trennkost ganze Lieblingsgerichte einfach weg, sondern können fettärmer interpretiert werden. Man muss zudem nicht auf Lebensmittel wie Reis, Nudeln und Brot verzichten – wodurch man die Diät oftmals leichter durchhalten kann.

Deutlicher Nachteil: Fett ist nunmal ein Geschmacktsträger – daher schmecken die fettarmen Varianten von Lebensmitteln leider oft nicht wie die Vollfettvariante. Herr W. liebt beispielsweise Mozzarella – aber mit der „Light“-Variante kann ich ihn jagen ;). Zudem setzt die Industrie immer mehr zunehmend auf die Vermarktung von „Light“-Produkten. Doch oft steckt in den Produkten gar nicht weniger Kalorien, da das Fett durch Süßungsmittel und andere Zusatzstoffe ausgeglichen wird. Und selbst wenn die Produkte weniger Kalorien aufweisen, hat man nach dem Verzehr im Vergleich zu den fetten Produkten oftmals schneller wieder Hunger – denn Fett hält länger satt.

Mein Fazit zu Low Fat

Noch einmal zur Erinnerung: Hier geht es um meine subjektive Meinung!
Vor etwa drei Jahren war ich gesundheitlich gezwungen auf meine Fettzufuhr zu achten. Zuviel Fett vertrage ich leider nicht mehr, wodurch ich auch beim Einkauf und Kochen auf den Fettgehalt von Lebensmitteln achten muss. Auch in meinen Rezepten findet ihr weder Sahne, noch fettes Schweineschmalz. Ich versuche durch die richtige Kombination und bewusst gewählte Alternativen trotzdem schmackhafte Gerichte zu zaubern, die zugleich fettarm sind. Doch bei manchen Produkten lässt sich der hohe Fettgehalt einfach nicht vermeiden – ich bin hier der Meinung, dass man auf diese nicht verzichten muss, sondern sie einfach in kleineren Mengen verzehren sollte. Bewusster Genuss statt Verzicht!

Grundsätzlich bin ich für eine ausgewogene Ernährung in Verbindung mit Sport – denn das ist die einzig sichere Methode um gesund, gut gelaunt und dauerhaft schlank zu leben.

Ernährungscheck Teil 2: Trennkost

Weiter gehts mit meinem Ernährungscheck! Diesmal erzähle ich euch etwas zu dem über 100 Jahre alten Trennkost-Prinzip.

Ich möchte anmerken, dass ich an dieser Stelle keine Ernährungsweise empfehle oder ablehne, sondern nur die Vor- und Nachteile vorstelle und meine subjektive Meinung dazu abgebe.

Trennkost – wie funktioniert es?

Das Prinzip der Trennkost ist relativ leicht erklärt, jedoch nicht so einfach umgesetzt. Es gibt im Grunde nur eine feste Regel: strikte Trennung von Eiweiß und Kohlenhydraten bei den Mahlzeiten! Man darf eiweißhaltige und kohlenhydratlastige Lebensmittel also nur getrennt voneinander verzehren und sie nicht kombinieren. Adieu liebe Spaghetti Bolognese und Bratkartoffeln mit Spinat.

Die Lebensmittel werden in 3 Gruppen unterteilt – Kohlenhydrate, Eiweiße und neutrale Lebensmittel. Während man die ersten beiden Gruppen niemals kombinieren soll, darf man die neutralen Lebensmittel zu Eiweiß und Kohlenhydraten frei kombinieren. Um den Überblick über die einzelnen Lebensmittelgruppen zu bekommen,  gibt es kostenlose Trennkost-Tabellen (klick). Zwischen dem Verzehr von Kohlenhydraten und Eiweißen sollten nach dem Trennkost-Prinzip mindestens 4 Stunden liegen.

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Wie wirkt die Trennkost?

Die Trennkost-Theorie wurde von einem amerikanischen Arzt namens Dr. Hay aufgestellt, der sie in der Verdauung der Lebensmittel begründete. Kohlenhydrate und Eiweiße können laut Hay nicht gemeinsam verdaut werden, sodass der Organismus übersäuert und dadurch Übergewicht und Diabetes entsteht. Diese Annahme konnte allerdings nicht wissenschaftlich belegt werden (im Gegenteil zeigen wissenschaftliche Untersuchungen, dass der Körper Neutralisationspuffer bei Säureüberschuss bildet).

Durch die strikte Trennung der beiden Lebensmittelgruppen soll somit der Säure-Basen-Haushalt des Körpers in Balance gehalten und somit zugleich Übergewicht und Krankheiten entgegen gewirkt werden. Das primäre Ziel der Trennkost ist aber nicht eine Gewichtsreduktion, sondern die optimale Verdauung der verzehrten Lebensmittel und somit die Vermeidung von Diabetes, Sodbrennen, Völlegefühl und und und… Die Gewichtsreduktion ist dabei ein netter Nebeneffekt.

Vor- und Nachteile der Trennkost

Klarer Vorteil: Fast alles darf gegessen werden, somit muss man auf nur wenig Lebensmittel verzichten. Diese Ernährungsform unterstützt die Verdauung und man erhält über die Nahrung genügend Vitamine und Mineralstoffe. Bei der Trennkost handelt es sich also um eine ausgewogene Ernährung.

Nachteil: Die Umsetzung fällt im Alltag nicht leicht. Ein Restaurantbesuch könnte sich als sehr kompliziert gestalten und das dauernde Nachschauen in der Tabelle ist auch nicht gerade angenehm…
Zudem wird bei dieser Ernährungsform das Kalorienkonto komplett außen vor gelassen, d.h. es können mehr Kalorien zu sich genommen werden, als der Körper eigentlich benötigt. Folge: Gewichtszunahme trotz strikter Trennkost.

Mein Fazit

Die Theorie von Dr. Hay konnte wissenschaftlich nicht bewiesen werden, sondern wurde nach heutigem Wissensstand sogar widerlegt. Somit sollte man sich nicht zu sehr auf die Aussagen der Trennkost verlassen.
Allerdings bringt diese Ernährungsform viel positives mit sich: Trennkost ist ausgewogen, steigert den Verzehr von Salaten und Obst und liefert dadurch viele Vitamine. Wenn man dabei gleichzeitig seine Mahlzeiten dem eigenen Energiebedarf anpasst, dürfte sich auch eine Gewichtsreduktion bemerkbar machen. Der Nachteil liegt bei der untauglichen Anwendung der Trennkost im Alltag. Für Schwangere und Kinder ist diese Ernährungsweise zudem nicht geeignet.

 

Quellen:
http://www.stern.de/gesundheit/ernaehrung/diaet/diaeten-im-check-das-taugt-die-trennkost-1508970.html

http://www.trennkost-24.de/index.html
http://www.trennkost-24.de/trennkost_tabelle.html